Prof. Dr. Bernd Friedrich

Friedrich„Bernd Friedrich, Jahrgang 1958, studierte Metallhüttenkunde und Elektrometallurgie mit anschließender Promotion 1988 an der RWTH Aachen University. Nach langjährigen Tätigkeiten in leitenden Funktionen bei der GfE Nürnberg und der VARTA  Batterie AG erfolgte 1999 die Rückkehr an die RWTH Aachen als Ord. Professor für Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling und Leiter des IME.
Infolge des stetig wachsenden Interesses am Thema Batterierecycling seitens der Öffentlichkeit, der Politik und der Industrie hat das IME Institut für metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling in Aachen sich systematisch mit Recyclingkonzepten für alle gängigen Batteriesystemen befasst. Seit dem Jahr 2000 wurde kontinuierlich an Batterie-Recyclingverfahren in Zusammenarbeit bzw. im Auftrag von Industriepartnern geforscht. Das IME hat sich zum Ziel gesetzt, für alle gängigen Batteriesysteme ein optimales industrienahes Verwertungskonzept zu entwickeln. In diesem Zusammenhang wurden Recyclingkonzepte für Bleibatterien, Nickel-Cadmium-Batterien, Nickel-Metallhydrid-Batterien, Primärgerätebatterien, Li-Ion-Gerätebatterien und Li-Ion Traktionsbatterien entwickelt. Einige dieser Verfahren sind bereits industriell umgesetzt und als BAT (Best Available Technology) bewertet worden. Für diese systematische Forschung im Bereich des Batterierecyclings ist  das IME 2008 mit dem Kaiserpfalzpreis der GDMB Gesellschaft für Bergbau, Metallurgie, Rohstoff- und Umwelttechnik geehrt worden.

Um der gesetzlich vorgegebenen Verwertung und der geforderten Recyclingeffizienz entsprechen zu können entwickelt das IME Institut in Zusammenarbeit mit Industriepartnern ein multifunktionales Recyclingverfahren für Li-Ionen Batterien welches hydro- und pyrometallurgische Prozesse kombiniert. Dabei muss das Recycling auch im Hinblick auf die ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit entsprechend erfolgen. Li-Ionen Batterien aus dem Bereich der Elektromobilität, erfordern andere Lösungen bei deren Recycling als die Li-Ionen-Gerätebatterien, da Li-Ion Automobilbatterien aufgrund ihrer Größe, mit ihren hohen Stückgewichten und ihren stark variierenden Bauformen und der damit einhergehenden Gefahrenakkumulation mit deutlich mehr elektronischen Bauteilen ausgestattet sind, sodass deren gesonderte Rückgewinnung sinnvoll erscheint. Dieser zwingende Handlungsbedarf ist Grundlage der Projektidee EcoBatRec. Dabei handelt es sich um ein Forschungsprojekt welches durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird. Hauptziel des Verbundprojektes „EcoBatRec“ ist die Entwicklung und Erprobung von wirtschaftlich tragfähigen Recyclingtechnologien für Lithium-Ionen-Batterien von Elektrofahrzeugen. Dabei wird der gesamte Recyclingprozess betrachtet, von der Charakterisierung der Batterien, über die Demontage, mechanischen Zerkleinerung und Klassierung verschiedener Materialfraktionen, bis hin zur Entwicklung neuer Verfahren zur Lithium-Rückgewinnung. Ziel ist die Entwicklung eines Recyclingverfahrens mit kostengünstigem Processing und einer maximierten Rückgewinnung der werthaltigen Batterieinhaltsstoffe. Ein weiteres Projektziel ist die Erstellung einer Ökobilanz als Nachweis der Umweltvorteile gegenüber der Gewinnung aus Primärrohstoffen. Der wirtschaftlich-ökologische Zielkonflikt einer verbesserten Verfahrenstiefe, d.h, Gewinnung hochwertiger Materialien, bei geringstmöglichen und vertretbaren Behandlungskosten stellt die Kernaufgabe des Forschungsprojektes EcoBatRec dar.“

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