Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Diskussion über die Luftqualität in den Ballungsräumen und die damit verbundene Debatte um Diesel-Fahrverbote in deutschen Großstädten hat noch einmal deutlich gezeigt: Insbesondere im Sektor Mobilität besteht dringender Handlungsbedarf, wenn wir die europaweit vereinbarten Ziele zur Luftreinhaltung nicht verfehlen wollen. Und auch im Hinblick auf die international vereinbarten Klimaziele wird dies deutlich, zum Beispiel durch die Diskussionen über Zulassungsverbote für Verbrennungsmotoren oder Quotenregelungen für Elektrofahrzeuge wie in China.

Die Speicherung von elektrischer Energie gehört zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Und seit dem ersten Batterietag 2010 in Münster hat sich die Branche deutlich weiterentwickelt. Gerade im Bereich der Elektromobilität konnten große Fortschritte in der Batterietechnik erzielt werden. Vor einigen Jahren gab es im Segment der Mittelklassefahrzeuge keinen Anbieter, der Elektroautos mit Reichweiten von 300 Kilometern und mehr anbieten konnte. Inzwischen sind Elektroautos mit größeren Reichweiten zu bezahlbaren Preisen auf dem Markt. Dieser Trend wird sich auch in Zukunft fortsetzen. Zu verdanken haben wir das vor allem den entsprechenden Erfolgen in der Energiespeicherforschung. Auch der Anwendungsbereich dezentraler Energiespeicher insgesamt ist dadurch kräftig gewachsen.

Die Landesregierung hat diese Themen schon frühzeitig priorisiert und sich stark für den Ausbau der Batterieforschung in NRW engagiert. Damit unser Land auch wirtschaftlich vom Megatrend Energiespeicherung profitiert, müssen aus den Ideen und den Ergebnissen der Forschung schnell Innovationen werden. Vernetzung und Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sind dafür unverzichtbar. Der Batterietag NRW, der nun schon zum achten Mal stattfindet, ist eine ausgezeichnete Plattform für die Akteure der Branche, um Informationen auszutauschen und sich zu vernetzen.

Ich lade Sie deshalb herzlich ein, am Batterietag 2017 in Aachen teilzunehmen und wünsche Ihnen interessante Vorträge, viele neue Eindrücke und wertvolle Impulse.

Svenja Schulze
Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen